STELLUNGNAHME ZUR RFS KANDIDATUR

Liebe Studierende,

wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, kandidiert Michaela Hössl, Mitglied des Ring freiheitlicher Studenten (RFS), für die Studienvertretung Psychologie. Warum es uns ein besonderes Anliegen ist, ihre Wahl zu verhindern, möchten wir euch im Folgenden darlegen:

Die Basisgruppe krips versteht sich als eine offene Gruppe von Psychologiestudierenden, die sich in ihrer politischen Arbeit auf gemeinsame Grundsätze verständigt haben. Ein wichtiger Grundsatz ist, dass wir uns für Antirassismus, Antifaschismus und gegen jeden Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung einsetzen.

Österreich ist geprägt von mehr oder weniger explizit rassistischen und autoritären Strömungen, die sich auch in der politischen Landschaft widerspiegeln. Die Asyldebatte und die Zunahme an rassistischen Zwischenfällen zeigt, wie gesellschaftsfähig derartiges Gedankengut immer noch ist (siehe z.B. ZARA Rassismusreport 2016). Dagegen treten wir inner- und außeruniversitär entschieden auf.

Der RFS rekrutiert seine Mitglieder zu einem großen Teil aus den deutschnationalen Burschenschaften, die mit einer Blut- und Bodenideologie den rechten Rand in der österreichischen Politiklandschaft bilden. Immer wieder fallen seine Mitglieder durch rechtsextreme Äußerungen und Kontakte ins neonazistische Milieu auf.

Auch zu den rechtsextremen „Identitären“ pflegt man gute Kontakte, mittlerweile gibt es auch hier personelle Überschneidungen. Bernadette Conrads, Aktivistin bei der so genannten Identitären Bewegung, kandidiert für den RFS auf Listenplatz 22 (Bundesvertretung) und ließ sich auch für die Wahl der Studienvertretung Politikwissenschaften aufstellen. Letztes Jahr überfielen die „Identitären“ ein Theaterstück von geflüchteten Personen im Audimax, bespritzen dabei Geflüchtete (darunter auch Kinder) mit Kunstblut und versuchten die Bühne zu besetzen. Im Zusammenhang mit dieser Aktionen wurden sie gerichtlich verurteilt.

Aus dem Ring Freiheitlicher Studenten kommen auch einige der momentanen FPÖ Abgeordneten. Dabei ist die Nähe zum Neonazismus, Rassenideologie und Antisemitismus weder neu, noch im geringsten überraschend. Diese Gruppierungen fallen auch immer wieder aufgrund von Gewalttaten auf. Beispielsweise auf einer Demonstration gegen den antisemitischen Professor Taras Borodajkewycz (der linke Politiker unter anderem als „Kaffeehausjuden“ bezeichnete und Hitlers Ansprache am Heldenplatz lobte) kam es zu einer gewaltätigen Auseinandersetzung. Ernst Kirchweger (Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus) wurde zum ersten Todesopfer der rechtsextremen Szene in der zweiten Republik. Der 67-jährige wurde vom RFS-Aktivisten Gunther Kümel niedergeschlagen und erlag bald darauf seinen Verletzungen. Der bereits wegen terroristischen Anschlägen vorbestrafte Kümel bekam daraufhin gerade mal 10 Monate Haft.

Rechtsextreme Gruppierungen wie der RFS schaffen eine ideologische Grundlage für institutionellen und direkten Rassismus in Österreich und Europa. Sie sorgen für Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen und sind in weiterer Folge auch für die politische Legitimierung der Abschottung der „Festung Europa“ sowie für den Tod von tausenden Migrant*innen jährlich mit verantwortlich.

Wir wollen auf diese Zusammenhänge hinweisen und hierdurch bewusst machen, solchen Organisationen kritisch entgegenzutreten. Solche reaktionären Meinungen stehen einer offenen und solidarischen Gemeinschaft im Wege – in Politik, Hochschulen und überall sonst!

Macht euch für eine Studienvertretung stark, in der kein Platz für Kandidat*innen rechtsextremer Parteien ist – wählt vom 16.-18. Mai Listenplatz 2-6.

Eure krips

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Konferenz der Neuen Gesellschaft für Psychologie

 vom 9. bis zum 12. März 2017

Konferenzbericht

Themenschwerpunkt: Gesellschaftliche Spaltungen und Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

 

Seit 2008 findet regelmäßig in Berlin ein Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie in den Räumlichkeiten der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Dabei werden gesellschaftskritische Themen behandelt, die aktuell oder über einen längeren Zeitraum medial aufgearbeitet und mithilfe psychologischer Zugänge betrachtet werden. Interessant ist, dass nicht nur Psycholog*Innen, sondern auch Dozent*Innen unterschiedlicher Disziplinen wie etwa der Politikwissenschaft, Soziologie, Bildungswissenschaft, Philosophie oder der Statistik referieren. Der Kongress bildet auf der Prämisse, dass allein die Psychologie als Disziplin nicht reicht, um die Herausforderungen unserer Zeit zu analysieren und Maßnahmen für bestimmte Probleme zu entwickeln.

 

Themenschwerpunkte des diesjährigen Kongresses waren unter anderem der zunehmende Rechtsruck in Europa, sowie gesellschaftliche Spaltungen zwischen Arm und Reich, zwischen Einheimischen und Zugewanderten, zwischen Mann* und Frau* (etc.). Der Abbau des Sozialstaates, und wie dieser von Medien und Politiker*Innen durch Sprache, Diskurse und Ideologien mitgeprägt wird, war Fokus vieler Panels. Subjektspaltung, soziale Ausgrenzung und Gerechtigkeitsdiskurse rundeten das Themenfeld ab.

 

Essentiell war mehreren Vorträgen die Mahnung, dass der aktuelle politische Rechtsruck als Warnsignal gewertet werden muss und dies einen größeren Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft erfordert. Die Psychologie hat die Aufgabe Erklärungsansätze zu liefern, inwiefern gesellschaftliche Verhältnisse zusammenwirken, wenn hassbasierte Handlungen zur Alltagsordnung werden. In seinem Vortrag „Warum hassen sie uns?“ widmete sich Georg Rammer der Fragestellung, wie ein neoliberal radikalisierter Kapitalismus zu wachsender Ungleichheit und Armut überall auf der Welt führte und diese Verabsolutierung von Markt und Wettbewerb die kognitive Grundlage schaffen konnte, dass Menschen sich mehr und mehr als Humankapital sehen; das Menschenbild des Homo Oeconomicus sich weiter zuspitzt. Weiterhin analysierte er, auf welche Weise das Individuum auf die empfundene systematische Benachteiligung und soziale Demütigung beim gleichzeitigem Abbau von Sozialstaat und Demokratie reagiert: Politische Resignation, Ressentiments, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Wichtig ist es hier konkrete Interventionen und Handlungsanweisungen für Politik und Gesellschaft abzuleiten. Denn Psychologie spielt bei der ganzheitlichen sozialen Analyse solcher Entwicklungen eine gewichtige Rolle, die in der sogenannten „Mainstream-Psychologie“ (Kognition, Neurowissenschaften, Arbeitspsychologie etc.) leider oft zu kurz kommt, aber für ein umfassendes Subjektverständnis notwendig ist.

 

Wie Werte in einer Kultur gebildet werden und rückwirken auf Erleben und Verhalten, zeigte Regina Girod in ihrem Vortrag auf. Sie beschrieb, wie sich Ungleichheit und Ungerechtigkeit in einem kulturellen Gefüge auf die Wertbildungsgefüge von jungen Migrant*Innen auswirken und wie die Verpflichtung sich in eine angetroffene Kultur- und Wertelandschaft mit bestimmten Sitten und Umgangsformen einzugliedern, kognitive und emotionale Belastungen mit sich bringen kann. In ihrer Analyse schlägt sich der Integrationsdruck einer „imaginierten deutschen Leitkultur“ zwar in der Assimilation fremder Normen und Verhaltensmuster nieder, ohne dass dabei jedoch die eigene Persönlichkeit preisgegeben werden muss.

 

Diese beiden Beispiele sollen nur einen kleinen Einblick in das vielfältige Angebot des Kongresses geben. Der übergeordnete Rahmen der Vorträge befasste sich des Weiteren, mit politischen Fehlentscheidungen, welche sich vor allem in wachsenden gesellschaftlichen Ungleichheiten, wahrgenommenen Ungerechtigkeiten und der Aushöhlung der Demokratie manifestierten und die Gesellschaft zu spalten drohen. So wurde von Prof. Dr. Gerd Bosbach dargelegt, inwiefern demografische Daten medial genutzt werden, um bestimmte Emotionen auszulösen. Diese wiederum beeinflussen politische Entscheidungen, welche in weiterer Folge den ideologischen Weg zur Agenda 2010 in Deutschland ebneten oder auch der zunehmenden Privatisierung der Renten-Vorsorge und die relativ widerstandslose Hinnahme dieser Entwicklungen.

 

Insgesamt nahmen über 40 Wissenschaftler*Innen aus dem deutschsprachigen Raum Teil mit der Zielsetzung die Spaltungen zwischen Wissenschaft und politischer Praxis alsbald zu überwinden.

 

Friedenspsychologie-Kongress Chemnitz

Wir möchten auf einen einzigartigen Kongress im deutschsprachigen Raum hinweisen der sich mit den Themen rund um Friedenspsychologie auseinandersetzt.

BESCHREIBUNG

30. Tagung des Forums Friedenspsychologie
16. – 18. Juni 2017

“No Justice, no Peace?“
Friedenspsychologische Perspektiven auf soziale Ungleichheit
Zunehmende soziale Ungleichheit innerhalb von Gesellschaften ist eine Gefahr für internen Frieden, die sich auch auf Konflikte zwischen Gesellschaften und Nationen auswirken kann. Auf der diesjährigen Tagung des Forums Friedenspsychologie möchten wir dieses Thema aufgreifen und anhand von aktueller Forschung sowie praxisrelevanten Implikationen diskutieren. Die Tagung möchte hierbei Wissenschaftlerlnnen und PraktikerInnen die Möglichkeit zum Austausch über diese soziale Herausforderung bieten.

Keynote Speaker:
Felicia Pratto
(University of Connecticut, USA)

Wir freuen uns über Beiträge aus Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaften und weiteren Gebieten mit einem Bezug zu sozialer Ungleichheit und sozialen Konflikten. Darüber hinaus können auch Beiträge aus allen anderen Bereichen der Friedenspsychologie eingereicht werden.

Die Tagung wird unterstützt von:

Sektion Politische Psychologie im BDP, Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT), Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Chemnitz

Die krips legt euch die Teilnahme dieses Kongresses ans Herz, weil auch hier Themen Geltung finden, die selten oder gar nicht in unserem Curriculum vorkommen und damit neue Einblicke und Perspektiven zu Möglichkeiten in der psychologischen Arbeit bieten. Zur Erinnerung: sollte euch eine Teilnahme aufgrund finanzieller Probleme nicht möglich sein, gibt es die Möglichkeit von Unterstützung durch eure Studienvertretung krips. Je nach budgetären Möglichkeiten und Teilnehmer*Innen-Anzahl.

 

https://www.tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/sozpsy/ffp2017.php

KONFERENZEN RÜCKERSTATTEN

Liebe Psychologie-Studierende,

wir möchten euch daran erinnern, dass ihr über die krips die Möglichkeit habt euch kostenpflichtige Konferenzen, Seminare oder Wegstrecken erstatten zu lassen. Die Kosten werden je nach Nachfrage und Budget von uns unterstützt

Im Anhang findet ihr einen kurzen Erfahrungsbericht einer KollegIn zu einem Seminar zur beruflichen Zukunftsplanung für PsychologInnen an der Österreichischen Akademie Psychologie.

Eurer Kreativität sei keine Grenzen gesetzt!
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Erstsemestrigenberatung!

Liebe Studis,
Diese Woche bieten wir in Kooperation mit der Universitätsvertretung Wien eine spezifische Beratung für Anfänger*Innen im Psychologie-Studium an um auf die häufigen Fragen, die am Anfang des Studiums so anstehen, entsprechend zu antworten.

Falls sich unter euch solche Anfänger*Innen befinden oder ihr Leute aus eurem Bekanntenkreis kennt die gerade anfangen, schickt sie doch zu uns vorbei!

WO? Uni Wien, im Gang wo das Audimax ist (neben der Mensa)

–> wenn ihr aus der Richtung U2 Schottenring kommt, in den ersten Gang links. Achtet auf das Schild „ÖH-INFO-DAYS“

WANN?
Heute (Montag): 10 -16 Uhr

Dienstag: 14 – 20 Uhr

Mittwoch: 10 – 16 Uhr

Donnerstag: 10 – 16 Uhr

Freitag: 9 – 14 Uhr
Eure krips

Bild

PARTY – Freud am Tanzen

https://www.facebook.com/events/1612599898765800/

Schlapp? Der Hintern schmerzt vom vielen Sitzen? Der Arm vom endlosen Schreiben? Der Kopf vom vielen Schütteln? Steht dein Kopf kurz vom Platzen? Alles wird dir zu viel und du musst dringend raus? Raus aus dem Wochentrott? Den Frust von der Seele tanzen? Schütteln? Mal Ausschütteln! Abschütteln! Abzappeln!

Ein klarer Fall für TANZTHERAPIE!

Verantwortungsvoll verschrieben von eurer fürsorglichen Studierendenvertretung. Wir versprechen eine Lockerung sämtlicher Gliedmaßen und Hirnwindungen.

Die klinisch signifikante Linderung eurer Tanzwut ist empirisch belegt.
Wir garantieren nachhaltigen Therapieerfolg.

In diesem Sinne: Freud am Tanzen.

Tanzt Euch Wundt:

https://www.facebook.com/events/1612599898765800/


Eure krips
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▼ Unsere Therapiebeauftragten:

△ Kleiner Floor hosted by David & Goliath

Schnuppo | David & Goliath / Jux & Tollerei
https://soundcloud.com/schnuppo/schnuppo-fluc-vienna

Gore | David & Goliath
https://soundcloud.com/davidgoliathkramladen/down

Aeolic | Mondscheingasse
https://soundcloud.com/aeolicofc/odyssee

△ Großer Floor

Funky P | Dreistil
https://www.mixcloud.com/FSS/funky-p-is-a-smooth-operator/

Gebetho | Tiefton Anomalien
https://www.mixcloud.com/Gebetho/swound-sound-16072016/

Uurohmbre | Shipibo Sounds
https://soundcloud.com/uurohmbre

Herzlich Willkommen!

Der Übersichtlichkeit halber haben wir eine neue Homepage eingerichtet! Wir freuen uns auf dich, ob Interessierte*r oder Student*in.

Was wirst du auf dieser Homepage finden:

  • Informationen zur Arbeit der StV
  • Protokolle zu den Plena (im gleichnamigen Download-Bereich)
  • Neuestes zum Studium
  • Events
  • Bei Bedarf wichtige Links.

Was kannst du hier noch machen?

Wenn du zu einem Beitrag fragen oder Kommentare hast, ist es möglich, einen solchen bei den gewünschten Beiträgen zu hinterlassen!

Wenn du selbst Events, Infos oder weiteres im Kopf hast, was du an die Öffentlichkeit bringen willst, dann komm doch zu uns vorbei! Termine und Information zu Kontakt stehen hier ->
Keine Zeit, uns zu besuchen? Dann schreib uns bei krips.bagru@reflex.at an (gib aber dein Anliegen am Besten im Betreff an!)

Wer sind wir?

Die ganze Information findest du, wenn du auf den roten Button klickst und „Wer sind wir?“ auswählst!

Hast du weitere Fragen? Besuche uns oder schreibe uns an!
Wir freuen uns auf dich.
LG,
Tanya Tyschuk, Admin.